Meinen Job als Skipper nehme ich sehr ernst, ohne ihn „zu“ ernst zu nehmen. Ein Skipper muss Yacht und Crew zu jeder Zeit sicher durch alle Eventualitäten führen. Ganz klar hat Sicherheit dabei oberste Priorität. Aber Spaß darf nicht zu kurz kommen. Deswegen braucht ein guter Skipper nicht nur Kenntnisse in Nautik, Seemannschaft, Mechanik, Elektrik, Meteorologie und Psychologie – sondern vor allem braucht er Fähigkeiten in Geduld, Ausdauer, Komik und Kochkunst.


Landläufig sagt man, Fernweh sei Ausdruck von Unzufriedenheit. Eine Flucht vor sich selbst. Seefahrig aber weiß man, dass man nirgends besser vor sich selbst davonlaufen kann, als vor dem Fernseher auf dem Sofa.

Unterwegs sein, das ist für den Segler beileibe keine Flucht, höchstens Sucht – letztlich simple Bestimmung. Carpe diem! Es gibt Weltmeere zu besegeln, ferne Länder zu besuchen, fremde Kulturen zu erfahren und beeindruckende Erfahrungen zu machen.

Das Leben ist nicht gestern und nicht morgen. Es ist heute! Unter diesem Motto bin ich viel herum gekommen, war als Skipper, Tauchlehrer, Fotograf, Segellehrer und Drehbuchautor auf allen Kontinenten unterwegs. Trotzdem gibt es jede Menge Ecken auf dieser Welt, die ich noch nicht besucht habe und andere, die ich unbedingt nochmal besuchen möchte.

Ich liebe das Segeln. Ich genieße vom Wind an ferne Orte getragen zu werden und jeden einzelnen Meter hautnah zu erleben. Ich liebe es fremde Länder und Kulturen zu erforschen und an vertrauten Küsten Neues zu entdecken. Ich versuche möglichst immer wirklich „da zu sein“, wo ich gerade bin und das gelingt mir am Besten an Bord.